Kurze Reaktionen: Interesse, Freude und Mitgefühl
Nach einer guten Nachricht bestärken
Ein Freund berichtet von einem kürzlich erzielten Erfolg.
- LeoThey offered me the job this morning.
- Sie haben mir die Stelle heute Morgen angeboten.
- EvaThat's great news! When do you start?
- Das sind tolle Neuigkeiten! Wann fängst du an?
- LeoNext Monday. I was nervous about the interview.
- Nächsten Montag. Ich hatte mir Sorgen wegen des Vorstellungsgesprächs gemacht.
- EvaGood for you! You put a lot of work into it.
- Das freut mich für dich! Du hast hart dafür gearbeitet.
Die Frage zeigt Interesse an der konkreten Nachricht, statt nur zu bestätigen, dass du sie gehört hast.
| Satz | Übersetzung | Zusammenhang und Tonfall |
|---|---|---|
| Really? How did it go? | Wirklich? Und wie ist es gelaufen? | Eine interessierte Reaktion auf den Bericht über ein Ereignis. |
| That's great news! | Das sind tolle Neuigkeiten! | Eine eindeutig positive Reaktion. |
| Good for you! | Toll gemacht! / Das freut mich für dich! | Um einen persönlichen Erfolg ohne Ironie zu würdigen. |
| I'm glad to hear that. | Das freut mich zu hören. | Eine herzliche, aber zurückhaltende Reaktion. |
| I'm sorry to hear that. | Das tut mir leid zu hören. | Mitgefühl, keine Entschuldigung für das eigene Verhalten. |
| That's a shame. | Wie schade. | Zum Beispiel, wenn eine interessante Veranstaltung abgesagt wurde. |
| That makes sense. | Das leuchtet ein. / Das ergibt Sinn. | Die Erklärung ist verständlich; damit stimmst du nicht unbedingt der Entscheidung zu. |
| I had no idea. | Das wusste ich gar nicht. | Eine neue, unerwartete Information. |
Dieselbe kurze Äußerung kann Interesse, Überraschung oder Skepsis ausdrücken. Ein interessiertes Really? lädt zum Weitererzählen ein; eine schroffe Nachfrage kann Zweifel zeigen. Für eine eindeutigere Reaktion ergänzt du That's great news oder I'm sorry to hear that.
That's a shame passt bei einer Enttäuschung oder verpassten Gelegenheit. Shame on you bedeutet dagegen „Schäm dich“ und ist ein Vorwurf. Die Wendungen sind nicht austauschbar.
Zustimmen, eine Entscheidung unterstützen oder die Wahl überlassen
I agree stimmt einer Meinung zu, Sounds good nimmt einen Vorschlag an und It's up to you überlässt der anderen Person die Entscheidung. Die Wendungen haben unterschiedliche Funktionen, auch wenn das deutsche „einverstanden“ manchmal mehrere davon abdecken kann.
I'm in drückt in informellen Gesprächen über Pläne aus, dass du mitmachst. Works for me akzeptiert eine passende Möglichkeit, etwa eine Uhrzeit. Es stimmt nicht unbedingt der gesamten Idee zu.
Der vorgeschlagenen Uhrzeit zustimmen
Freunde vereinbaren eine Uhrzeit für ein Treffen.
- AnnaShall we meet at half past six?
- Treffen wir uns um halb sieben?
- DanThat works for me.
- Das passt mir.
Works for me bezieht sich auf die vorgeschlagene Uhrzeit, nicht auf den Wahrheitsgehalt einer Aussage.
Mit beiden Möglichkeiten einverstanden sein
Es geht um die Wahl eines Tisches drinnen oder draußen.
- DanWe can sit inside or outside.
- Wir können drinnen oder draußen sitzen.
- AnnaEither is fine with me.
- Mir ist beides recht.
Either bezieht sich auf die zwei bereits genannten Möglichkeiten.
| Satz | Übersetzung | Worauf sich die Zustimmung bezieht |
|---|---|---|
| I agree with you. | Ich stimme dir zu. | Eine Meinung oder ein Argument. |
| You're right about that. | In diesem Punkt hast du recht. | Ein bestimmter Punkt, nicht unbedingt die gesamte Position. |
| That's a good point. | Das ist ein gutes Argument. | Um ein Argument anzuerkennen. |
| Sounds good to me. | Das klingt gut für mich. | Eine positive Antwort auf einen Vorschlag. |
| That works for me. | Das passt mir. | Eine Uhrzeit, ein Ort oder ein Vorgehen. |
| I'm in. | Ich bin dabei. | Um informell zuzusagen, dass du mitmachst. |
| It's up to you. | Das entscheidest du. | Um die Wahl zu überlassen, ohne gleichgültig zu wirken. |
| Either is fine with me. | Mir sind beide Möglichkeiten recht. | Wenn genau zwei Möglichkeiten vorgeschlagen wurden. |
Zweifel oder Widerspruch taktvoll ausdrücken
Du kannst bei einem Widerspruch zunächst einen Teil des Arguments anerkennen und dann das Problem benennen. I see your point, but... bedeutet nicht Zustimmung, sondern „Ich verstehe deinen Standpunkt, aber ...“. Nenne nach but einen konkreten Einwand.
Für eine zurückhaltende Meinung ist I don't think this will work meist natürlicher als I think this won't work. You're wrong ist deutlich direkter. Erkläre in einer gewöhnlichen Diskussion besser, in welchem Punkt eure Meinungen auseinandergehen.
Mit dem Treffpunkt nicht einverstanden sein
Freunde suchen einen ruhigen Ort zum Reden.
- AdamThe café by the station is very convenient.
- Das Café am Bahnhof ist sehr praktisch gelegen.
- MilaI see your point, but it's usually noisy.
- Ich verstehe deinen Standpunkt, aber dort ist es oft laut.
- AdamThat's a good point. Can we look at another option?
- Das ist ein gutes Argument. Können wir uns eine andere Möglichkeit ansehen?
- MilaThere is a quiet place near the library.
- In der Nähe der Bibliothek gibt es einen ruhigen Ort.
Der Einwand betrifft den Lärm, nicht die Person oder den gesamten Vorschlag.
| Satz | Übersetzung | Bedeutungsnuance |
|---|---|---|
| I'm not convinced. | Ich bin noch nicht überzeugt. | Zweifel an einem Argument. |
| I'm not so sure about that. | Da bin ich mir nicht so sicher. | Ein vorsichtiger Einwand gegen eine selbstsichere Schlussfolgerung. |
| I see it differently. | Ich sehe das anders. | Um eine andere Position neutral darzustellen. |
| I agree up to a point. | Ich stimme nur teilweise zu. | Teilweise Zustimmung; erkläre anschließend deinen Vorbehalt. |
| I see your point, but the timing is difficult. | Ich verstehe deinen Standpunkt, aber der Zeitpunkt ist schwierig. | Ein Einwand mit einem konkreten Grund. |
| I don't think this will work. | Ich glaube nicht, dass das funktionieren wird. | Ein direkter, aber zurückhaltender Zweifel an einem Vorhaben. |
| I'd rather do it another way. | Ich würde es lieber anders machen. | Eine persönliche Vorliebe, ohne die andere Person zu bewerten. |
| Can we look at another option? | Können wir uns eine andere Möglichkeit ansehen? | Um vom Widerspruch zu einer anderen Lösung überzugehen. |
Pläne, Vorschläge und Uhrzeiten
Nach Let's steht das Verb ohne to: Let's meet. Nach How about erhält eine Handlung die -ing-Form: How about meeting...? Why don't we + Verb schlägt eine gemeinsame Handlung vor; es fragt nicht unbedingt nach dem Grund einer Ablehnung.
I'm thinking of + -ing bezeichnet einen erwogenen Plan, keine endgültige Entscheidung. Auch I might... lässt einen Meinungswechsel offen. Wenn ihr euch bereits geeinigt habt, bestätige Ort und Uhrzeit gesondert.
Einen Plan besprechen und die Uhrzeit bestätigen
Freunde planen einen gemeinsamen Abend.
- SamAre you doing anything this evening?
- Hast du heute Abend schon etwas vor?
- NoraNot yet. What do you have in mind?
- Noch nicht. Was schlägst du vor?
- SamLet's get something to eat. How about meeting near the library?
- Lass uns etwas essen gehen. Wie wäre es mit einem Treffen bei der Bibliothek?
- NoraSounds good to me. Shall we make it seven?
- Gute Idee. Sagen wir um sieben?
- SamSeven by the main entrance, then.
- Dann um sieben am Haupteingang.
Die letzte Äußerung greift Uhrzeit und Treffpunkt auf. Sounds good allein würde diese Einzelheiten nicht festlegen.
| Satz | Übersetzung | Zusammenhang |
|---|---|---|
| Are you doing anything this evening? | Hast du heute Abend schon etwas vor? | Ein üblicher Einstieg in eine Einladung. |
| Let's get something to eat. | Lass uns etwas essen gehen. | Ein Vorschlag für eine gemeinsame Aktivität, keine förmliche Anweisung. |
| How about meeting near the library? | Wie wäre es, wenn wir uns bei der Bibliothek treffen? | Ein Vorschlag mit meeting, nicht meet. |
| Why don't we take the bus? | Warum nehmen wir nicht den Bus? | Ein Vorschlag für ein gemeinsames Vorgehen. |
| Shall we make it seven? | Sagen wir um sieben? | Um eine Uhrzeit festzulegen; besonders im britischen Englisch üblich. |
| I'm thinking of staying in tonight. | Ich überlege, heute Abend zu Hause zu bleiben. | Ein noch nicht beschlossener Plan. |
| I might join you later. | Vielleicht komme ich später zu euch. | Ohne das Kommen zu versprechen. |
| I'll let you know by lunchtime. | Ich gebe dir bis zur Mittagszeit Bescheid. | Das Versprechen, die Entscheidung vor Ablauf der Frist mitzuteilen. |
Höflich ablehnen und Grenzen setzen
Eine Ablehnung darf kurz sein. Bei einem angebotenen Getränk reicht No, thanks. Bedanke dich bei einer Einladung und sage klar, ob du kommen kannst. Ein Grund erklärt die Situation, eine lange Rechtfertigung ist aber nicht nötig.
Maybe another time lässt ein anderes Treffen offen, ohne es zu versprechen. Wenn du den Vorschlag grundsätzlich nicht möchtest, ist I'd prefer not to klarer als ein vages Maybe. Für eine wichtige Grenze ist auch ein direktes No möglich: Höflichkeit verpflichtet nicht zur Zustimmung.
Absagen und einen anderen Tag vorschlagen
Der vorgeschlagene Termin für einen Spaziergang passt nicht.
- TomWould you like to go for a walk on Saturday?
- Hast du am Samstag Lust auf einen Spaziergang?
- AlinaI'd love to, but I already have plans. Could we do it on Sunday instead?
- Sehr gern, aber ich habe schon etwas vor. Wie wäre es mit Sonntag?
- TomSunday works for me. In the afternoon?
- Sonntag passt. Am Nachmittag?
- AlinaYes, after two would be good.
- Ja, nach zwei wäre gut.
Die Absage bezieht sich auf Samstag. Der Gegenvorschlag zeigt den Wunsch, sich an einem anderen Tag zu treffen.
| Satz | Übersetzung | Was die Äußerung ausdrückt |
|---|---|---|
| Thanks for asking, but I can't make it. | Danke für die Einladung, aber ich kann nicht kommen. | I can’t make it bezieht sich darauf, ob jemand teilnehmen oder anwesend sein kann. |
| I'd love to, but I already have plans. | Sehr gern, aber ich habe schon etwas vor. | Eine herzliche Absage auf eine willkommene Einladung. |
| Not this time, but thank you. | Diesmal nicht, aber danke. | Eine kurze Absage ohne Einzelheiten. |
| Maybe another time. | Vielleicht ein anderes Mal. | Eine Möglichkeit, kein fester Termin. |
| I'm going to pass on that. | Ich passe. | Eine informelle Ablehnung einer vorgeschlagenen Aktivität. |
| I'd prefer not to discuss it. | Ich möchte lieber nicht darüber sprechen. | Um taktvoll eine persönliche Grenze zu setzen. |
| That doesn't work for me. | Das passt mir nicht. | Eine Uhrzeit, Bedingung oder Möglichkeit. |
| Could we do it another day instead? | Könnten wir es stattdessen an einem anderen Tag machen? | Um den vorgeschlagenen Tag abzulehnen und eine Alternative anzubieten. |
Bedeutung und Bedingungen klären und um Bedenkzeit bitten
Eine Rückfrage muss nicht auf einem Hörproblem beruhen. What do you mean by...? fragt nach der Bedeutung eines Ausdrucks. Just to be clear leitet die Prüfung einer konkreten Bedingung ein. Let me think ermöglicht eine kurze Pause, ohne dass dein Nachdenken als Zustimmung verstanden wird.
What do you mean? kann ohne Ergänzung und mit schroffem Ton empört wirken. Wenn du das betreffende Wort nennst und neutral Could you explain...? verwendest, wird der Zweck deiner Frage deutlicher.
| Satz | Übersetzung | Gebrauch |
|---|---|---|
| What do you mean by 'flexible'? | Was meinst du mit „flexibel“? | Um ein einzelnes Wort zu klären, hier im Sinn von „anpassungsfähig“ oder „nicht starr“. |
| Could you give me an example? | Kannst du mir ein Beispiel geben? | Wenn die allgemeine Erklärung noch nicht ganz klar ist. |
| Do you mean today or tomorrow? | Meinst du heute oder morgen? | Um zwischen zwei möglichen Deutungen zu unterscheiden. |
| Just to be clear, are we meeting outside? | Nur zur Sicherheit: Treffen wir uns draußen? | Um ein praktisches Detail zu prüfen. |
| Let me think for a moment. | Lass mich kurz überlegen. | Eine Pause vor der Antwort. |
| I'll get back to you on that. | Dazu gebe ich dir noch Bescheid. | Die Antwort kommt später. Kläre am besten gesondert, bis wann. |
| I haven't decided yet. | Ich habe mich noch nicht entschieden. | Noch keine Entscheidung: weder Zustimmung noch Ablehnung. |
| Can we come back to this later? | Können wir später darauf zurückkommen? | Um das Gespräch zu vertagen, ohne eine sofortige Entscheidung zu versprechen. |
Den Ton anpassen: Freunde, Kollegen und Fremde
Ein informeller Satz ist nicht automatisch unhöflich, ein langer Satz nicht automatisch höflich. Beziehung, Situation und Tonfall zählen mehr als eine bloße Registerangabe. Unter Freunden passt Give me a second meist gut; bei einem ersten beruflichen Gespräch ist eine neutrale Bitte um Zeit eindeutiger.
Die folgenden Übersetzungen unterscheiden bewusst zwischen „du“ und „Sie“. Im Englischen entsteht dieser Unterschied durch die gewählte Formulierung, nicht durch eine andere Form von you. Das informelle Can't be bothered, „Ich habe keine Lust, mich darum zu kümmern“, ersetzt keine höfliche Absage gegenüber Beschäftigten oder Kunden.
What's that supposed to mean? drückt oft Empörung oder Misstrauen aus. Es ist keine kürzere Form einer neutralen Bedeutungsfrage. Um ruhig um eine Erklärung zu bitten, verwendest du Could you explain what you mean?
Auf eine Bitte mit Would you mind antworten
In einem Café bittet eine Person darum, den Nachbarstuhl freizumachen.
- VisitorWould you mind moving your bag?
- Würde es Ihnen etwas ausmachen, Ihre Tasche wegzustellen?
- AlexNot at all. Let me move it.
- Überhaupt nicht, ich stelle sie gleich weg.
Not at all bedeutet hier „Das macht mir überhaupt nichts aus“. Die Person kommt der Bitte also nach. Es ist keine Ablehnung.
| Absicht | Informell | Förmlicher oder neutral |
|---|---|---|
| Um Geduld bitten | Give me a second.: Einen Moment. | Could you give me a moment?: Könnten Sie mir einen Moment Zeit geben? |
| Um Hilfe bitten | Can you give me a hand?: Kannst du mir helfen? | Could you help me with this?: Könnten Sie mir dabei helfen? |
| Die Bedeutung klären | What's that supposed to mean?: Was soll das denn heißen? | Could you explain what you mean?: Könnten Sie erklären, was Sie meinen? |
| Ablehnen | I'm not up for it tonight.: Heute Abend ist mir nicht danach. | I'm afraid I won't be able to join you.: Leider werde ich nicht dabei sein können. |
| Hilfe zusagen | No worries, I can do that.: Kein Problem, das kann ich machen. | Certainly, I can help with that.: Natürlich, dabei kann ich Ihnen helfen. |
| Einen Vorschlag annehmen | Yeah, sounds great.: Ja, klingt toll. | Yes, that would be lovely.: Ja, sehr gern. |
Einen Ausdruck passend zur Situation wählen
Bestimme zuerst den Zweck der Antwort: auf eine Nachricht reagieren, zusagen, Zweifel äußern oder ablehnen. Wähle dann das Register und ergänze ein hilfreiches Detail. That doesn't work for me benennt ein Problem; Could we meet after six? bietet gleich eine Lösung an.
Wähle zum Üben einen Gesprächswechsel aus zwei Äußerungen und ändere Tag, Ort, Grund oder die angekündigte Antwortfrist. Behalte die Bedeutung der Reaktion bei. I'm sorry to hear that passt zu einer schlechten Nachricht; I'm sorry about that bezieht sich auf dein Verhalten. Das gemeinsame sorry macht sie nicht austauschbar.
Die Satzübungen von Luveng folgen einem aufeinander aufbauenden Programm mit Hören, Antwortauswahl und Satzbau. Öffne den Katalog und wähle eine Stufe. Die Alltagsdialoge zeigen längere Gespräche; Verknüpfungswörter helfen dir, Erklärungen und Schlussfolgerungen zu verbinden.